Rote Mangalitza

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Rassebeschreibung

Rote Mangalitza

Das rote Mangalitza

Wir haben auf der Bio Noah Farm 2002 die ersten drei roten Mangalitza Zuchttiere aus Deutschland nach Österreich importiert. Zu der Zeit gab es nur noch ein weiteres Tier und das war bei Christoph Wiesner. Bereits 1999 wurde in Amstetten eine Vereinbarung mit ungarischen Züchtern getroffen, dass Tiere ausgetauscht werden sollten, dies geschah aber erst 2005, dabei waren auch 1:1 Zuchttiere für uns.
Mittlerweile sind Tiere aus dieser Nachzucht nach Frankreich, England und Rumänien und zu andern Züchtern in Österreich übersiedelt.
Nachfolgend eine Rassebeschreibung der roten Mangalitza Schweine:



Das Rote Mangalitza stammt aus einer Kreuzung des alten Ungarischen Szalontai Schweines mit Blonden Mangalitzas ab. Das Schwein Ur-Ungarns war ein primitives, dem Wildschwein ähnliches Schwein, welches ohne große Zuchtmaßnahmen Fleisch und Speck lieferte. Somit waren die Wurzeln gelegt und es entwickelte sich eines der vorzüglichsten Fettschweine der Welt. Auf seinem Siegeszug verdrängte das Mangalitza alle anderen Schweinerassen Ungarns, wie das Bergschwein, das Bakonyer Schwein und auch das Szalontaer Schwein. Die traditionelle Erhaltung der Zucht befindet sich in den Ostregionen der Grossen Ebene, Nähe Transsylvanien.

 

 

Rassestandard

Das Haarkleid des Roten Mangalitza ist dunkler, mit leicht rötlich brauner Schattierung. Die Körpergröße und Gewicht übertrifft die anderen Mangalitza Züchtungen, konsequent hat es eine höhere Wachstumsrate und Fruchtbarkeit. Die Haut des Roten Mangalitza ist grauschwarz pigmentiert, Körperöffnungen, Rüsselscheibe, Zitzen und Klauen sind ebenso schwarz.
Der "Wellmann Fleck", ein heller Fleck (3-5 cm Durchmesser) mit stufenweisem Übergang an der pigmentierten Haut, ein Mangalitza Zuchtmerkmal, ist am Ohransatz zu erkennen.
Das Fell ist dicht und lang, gekräuselt im Winter, weicher, kürzer und gerader im Sommer. Die Kräuselung ist ein Zuchtmerkmal, jedoch die Kreisung, die Stärke der Kräuselung des Felles und die geraden groben Borsten am Rücken oder an den Flanken sind nicht erwünscht.
Das übermäßige feine wollige Fell ist ebenso nicht erwünscht. Der saisonale Fellwechsel des Mangalitzas ist sehr typisch und beachtenswert bis zum dicken, gekräuselten Winterhaar. Bei schlechter Fütterung oder Missgeschicken, dauert der Fellwechsel länger, diese Tiere mit dickem, gekräuseltem Haarkleid kann man auch im Sommer in der Herde vorfinden. Professionell gehaltene und gefütterte Tiere werfen das dicke Fell im Frühling ab, ihr Sommerfell ist kurz, durchsetzt auf glattem Untergrund.
Die pigmentierte, dunkle Haut ist besser sichtbar durch das dünne Fell, darum scheint die Farbe der Tiere dunkler, bräunlich grau im Sommer. Der Kopf ist mittellang, das Profil der Nase ist schwach gekrümmt, die Ohren sind mittelgroß und nach vorne hängend. Die Augen sind braun mit schwarzen Augenbrauen und Wimpern. Der Schwanzansatz ist typisch dick mit weißer Schwanzquaste. Das Schwanzinnere ist immer schwarz. Die Mindestanzahl der Zitzen beträgt fünf an beiden Seiten. Die Rückenlinie ist gerade, oder schwach gekrümmt. Die Leistengegend (Schinken) ist kurz oder halblang. Das Skelett ist fein aber sehr robust.

 

Unerwünschte Fehler der Zucht:

- helle oder rosa Haut am Bauch
- wenige pigmentierte Körperöffnungen
- schwarze Borsten oder Haarspitzen
- an den Ohren braune oder schwarze Haare zerstreut
- zu feine oder zu grobe Haare
- zu kleine aufrechte oder zu große hängende Ohren

 

Nicht erwünschte Zuchtmerkmale:

- deutlich weiße Flecken der Haut
- helle oder dunkle Flecken am Haar
- gelbe oder gelbgestreifte Klauen
- rosa Zitzen
- gänzlich rote oder weiße Schwanzquaste
- hellbraune Augen