Schwalbenbäuchige

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Rassebeschreibung

DAS SCHWALBENBÄUCHIGE MANGALITZA

Das Schwalbenbäuchige Mangalitza wurde in Südungarn aus der Kreuzung des Blonden Mangalitza mit dem kroatischen Syrmien Schwein entwickelt. Das Blonde Mangalitza seinerseits geht auf das urungarische Fettschwein, welches mit den aus Serbien stammenden Sumadia Schwein veredelt wurde, zurück. Das Schwein Ur-Ungarns war ein primitives, dem Wildschwein ähnliches Schwein, welches ohne große Zuchtmaßnahmen Fleisch und Speck lieferte. Somit waren die Wurzeln gelegt und es entwickelte sich eines der vorzüglichsten Fettschweine der Welt. Auf seinem Siegeszug verdrängte das Mangalitza alle anderen Schweinerassen Ungarns, wie das Bergschwein, das Bakonyer Schwein und auch das Szalontaer Schwein.

RASSESTANDARD

Die Zeichnung des Schwalbenbäuchigen Mangalitzas weist am Rücken und an den Flanken ein schwarzes Haarkleid auf. Der Mundwinkel, die untere Halsgegend und die untere Hälfte des Rumpfes sind gelblich weiß bis silbergrau. Die Haut ist weich, dünn und stets grauschwarz pigmentiert, die Körperöffnungen, der Mund, die Rüsselscheibe sind schwarz und die Zitzen und Klauen haben ebenso schwarze Farbe.
Der "Wellmann Fleck" ist ein heller Fleck mit 3-5 cm Durchmesser am unteren Ohransatz. Er weist einen stufenlosen Übergang zur dunkel pigmentierten Haut auf und ist charakteristisch für das Mangalitza Schwein. Das Haarkleid ist im Winter dicht und gekräuselt; am Halse, am Widerriste und an der Rückenlinie etwas grob, jedoch nicht lang. Im Sommer ist das Haar schütterer, ja manche Tiere sind in dieser Jahreszeit fast ganz kahl. Dieser Haarwechsel ist ein Zeichen für eine gute und ausgewogene Haltung der Tiere. Durch die dunkle Haut und das kurze Haarkleid erscheinen die Tiere im Sommer dunkler, bräunlich grau.Der Kopf des Mangalitza Schweins ist verhältnismäßig kurz bis mittellang und breit, auf dem Nasenrücken ein wenig eingedrückt, die Nase ist zylindrisch, beim Rüssel etwas emporstehend. Das Gesicht und die Backen sind fleischig und nur wenig behaart; der Unterkiefer ist breit und fleischig. Die Ohren sind mittelgroß bis groß mehr rundlich und herabhängend. Das Genick und der Hals sind meistens kurz, fleischig und mit einem großen Goder versehen. Der Widerrist erhebt sich nicht über den Rücken und ist breit. Der Rücken ist kaum gebogen, ziemlich lang und breit. Die Kruppe rund und nach jeder Richtung schön umfangreich. Der Schwanz hat den typischen dicken Ansatz, ist mit kurzen Haaren und einer langen weißen Quaste mit schwarzem Ende besetzt. Bei mageren Tieren ist der Schwanz geringelt, bei fetten herabhängend. Die Brust ist tief und breit, der Brustkorb im ganzen tonnenförmig. Der Bauch ist walzenförmig, bei gemästeten Tieren berührt er fast die Erde.
Bei der Sau dieser Rasse finden wir 10-12 Zitzen. Die unteren Teile der Füße sind feinknochig und kräftig; Das Skelett des Mangalitzas ist fein aber sehr robust. Die Widerristhöhe beträgt beim erwachsenenchwein durchschnittlich 70 bis 90 cm, die Länge, vom Rüssel bis zur Schwanzwurzel gemessen, 120 bis 140 cm. Das Gewicht des Mangalitza Schweins beträgt im mageren Zustand im Alter von einem Jahr 70-80 kg; im Alter von 2 Jahren 80-100 kg; gemästet ist es im fortgeschrittenen Alter 200-300 kg schwer.

Seine Fruchtbarkeit ist nicht groß, bei jährlich einmaligem Wurf bringt es selten mehr als 5-8 Ferkel zur Welt; ein jährlich zweimaliges Ferkeln greift diese Tiere gewöhnlich sehr an. Die Ferkel zieht es gut auf und in fachkundig geleiteten Zuchten ist die Ferkelsterblichkeit nicht groß. Abortus oder Missgeburt kommt beim Mangalitza Schwein äußerst selten vor.

 

Unerwünschte Fehler der Zucht:

- helle oder rosa Haut am Bauch
- wenig pigmentierte Körperöffnungen
- weiße Haarspitzen an den Seiten oder am Rücken des Körpers
- helle Farbe bedeckt die Außenseite der Füße
- höhere Zeichnungen an beiden - Seiten des Körpers
- übermäßiges feines wolliges Fell oder zu grobe Haare
- zu kleine aufstehende, oder zu lange hängende OhrenNicht erwünschte Zuchtmerkmale:

- deutlich weiße Flecken der Haut
- weiße oder braune Flecken der Haare
- gelbe oder gelbgestreifte Klauen
- rosa Zitzen
- komplett weiße Schwanzquaste

 

EIGENSCHAFTEN

Auch ist es kein sich schnell entwickelndes Tier, besonders wenn wir es mit den sich im höchsten Grade schnell entwickelnden englischen Schweinen vergleichen, dessen ungeachtet sind aber über ein Jahr alte Eber und Sauen - im Alter von eineinhalb Jahren unbedingt - zur Zucht zu verwenden. Diese langsame Entwicklung kann man beim Mangalitza Schwein nicht als Nachteil betrachten, weil damit eine zähere, gestähltere Natur verbunden ist, und diesem letzteren Umstande ist es zu verdanken, dass das Mangalitza Schwein auch unter ungünstigen Umständen ziemlich gut gedeiht; es geht auf Stoppelfelder, in weitgelegene Wälder und auf Weiden, wo es, sofern es etwas zu fressen hat, auch im Freien überwintern kann, ohne dass dies für das Tier mit schlechten Folgen verbunden wäre.
Sehr gute starke Konstitution und Wetterresistenz sind charakteristisch für das schwalbenbäuchige Mangalitza. Sie sind kleiner als die Blonden Mangalitzas, jedoch noch weniger anfällig als die beiden anderen Rassen des Mangalitza Schweins.