Freilandhaltung

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Schweine Freilandhaltung auf der Bio-Noah-Farm

Bei uns wird grundsätzlich nach dem englischen Freilandschweine Haltungssystem, welches sich heute auf Norddeutschland, Holland, Dänemark, Schweden usw. verbreitet hat, gearbeitet. In England werden bereits mehr als 20 % der Muttersauen im Freiland gehalten. Freilandhaltung ist die tierfreundlichste Haltung, bei der das qualitativ beste Fleisch zu erzielen ist und am wenigsten Investitionen notwendig sind.
Aber Achtung: nur einen Zaun aufstellen, Schweine rein und schon geht’s los, das hat sich schon für so manchen Neueinsteiger zum Alptraum entwickelt.

Hier eine kleine Anleitung, wie es bei uns gemacht wird. Ich möchte aber allen Neueinsteigern mit auf den Weg geben, dass bei allen Vorteilen in der Freilandhaltung noch zusätzlich eine Portion Flexibilität und Hausverstand notwendig sind.

 

Flächenbedarf der Schweine

Ist abhängig von Boden, Niederschlag, Jahreszeit, Zuchtsauen oder Mastschweine, Erstbeweidung, Zusatzfutter, Kombinationen aus Stall, Auslaufhaltung und Weide usw. Ist ein Wald zu nutzen, so ist dies natürlich besonders ideal. Beachten Sie die teilweise vorhandene Genehmigungspflicht. Weiters lassen sich auch Obstkulturen, Christbaumkulturen und Weingärten für Schweine nutzen. Eine gemeinsame Weide mit anderen Tierarten wird auch bei uns erfolgreich gemacht, derzeit mit Rindern. Zu beachten ist, dass sich die Tiere vorher bereits kennen. Bei der gemeinsamen Haltung von Schweinen und Schafen ist zu beachten, dass keine Lammgeburten auf der Weide erfolgen, da die Schweine möglicherweise die neugeborenen Lämmer fressen.

 

Das Herdenmanagement

In den Gehegen sind die Sauen in Gruppen eingeteilt. Die Unterteilung der Herde in Sauengruppen, die geschlossen alle Reproduktionsabschnitte von der Besamung über Trächtigkeit, Geburt und Säugezeit durchlaufen, bietet arbeitswirtschaftliche, tierhygienische und kostenmäßige Vorteile.
Jede Gruppe hat ihr eigenes Abteil. Dadurch ist ein Arbeiten im Wochen- oder Monatsrhythmus möglich. Die Sauen werden entsprechend ihrem Reproduktionsstadium zwischen den Abteilen für nicht tragende, tragende und Ferkel führende Sauen umgesetzt.